Stadtschloß / Landtag

1841 wird das unter Herzog Wilhelm geplante Stadtschloß nach vierjähriger Bauzeit erstmals Bezogen.

Ursprünglich sollte es auf dem Luisenplatz entstehen, doch um Volksnähe im Zeichen der Bürgermonarchie zu zeigen, fiel die Entscheidung auf das Stadtzentrum für den Standort.

Herzog Wilhelm erlag 1839 einem Schlaganfall und konnte das Bauende nicht miterleben. Sein Sohn Adolf bewohnte anfangs nur während der Wintermonate das Stadtschloß und verbrachte die Sommer lieber im Schloß Biebrich.

1866 ging das Schloß mit dem Land in preußischen Besitz.

Nach der Revolution 1918 zog erst der Arbeiter- und Soldatenrat, dann das französische Oberkommando und 1925 schließlich die britische Armee in das Schloß. Nach Abzug der Besatzungstruppen zog 1939 das Generalkommando der Wehrmacht ein.

Nach dem Krieg diente das teilweise zerstörte Schloß als Sitz des Alliierten Oberkommandos, bis 1947 der hessische Landtag einzog.

Weiteres im Artikel:
"Biebrich, Usingen und Wiesbaden (Geschichte und Pracht nassauischer Schlösser)"

Fotos: Holger Christ (oben), Stadtarchiv Wiesbaden (unten).

 
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