Schloß Biebrich

1701 ließ Fürst Georg August Samuel von Nassau-Idstein sein Gartenhaus zu einem Wohnschlösschen ausbauen, in den Folgejahren einen zweiten Pavillion errichten und 1708 beide durch einem Mittelbau mit Rotunde verbinden, welcher das barocke Schloß mit Park und Orangerie vollendete.

Nach dem Tod von Fürst Georg August vollendete Fürstin Charlotte Amalie von Nassau-Usingen zwischen 1731 und 1733 den Bau und ergänzte ihn mit einem Ost- und später einem Westflügel.

1744 verlegte ihr Sohn Fürst Carl seinen Sitz von Usingen in das Biebricher Schloß, welches bis zur Erbauung des Stadtschlosses Hauptresidenz der nassauischen Fürsten und Herzöge blieb. 1840 bis 1866 diente es als Sommerresidenz.

Nach der preußischen Annexion 1866 blieb das Schloß im Besitz von Herzog Adolf, wurde ab 1890 von der Luxemburgischen Finanzkammer verwaltet und 1934 an den preußischen Staat verkauft.

Im Zweiten Weltkrieg erfuhr das Schloß große Zerstörungen. 1980-85 hat das Land Hessen das Schloß vollständig renoviert und nutzt es heute für Staatsempfänge des Ministerpräsidenten.

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"Biebrich, Usingen und Wiesbaden (Geschichte und Pracht nassauischer Schlösser)"

Fotos: Stadtarchiv Wiesbaden.

 
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